Das neue Verbandsgemeindehaus hat ein Gesicht

Seit das Ergebnis des Architektenwettbewerbs für das neue Verbandsgemeindehaus in Montabaur bekanntgegeben wurde, wird der bestplatzierte Entwurf der BOF Architekten aus Hamburg kontrovers diskutiert. In persönlichen Gesprächen und Nachrichten sowie in den sozialen Medien begegnen uns viele Fragen und Gerüchte rund um den Neubau. Wir freuen uns über das zunehmende öffentliche Interesse am Verbandsgemeindehaus. Auf dieser Seite finden Sie Informationen aus erster Hand, die das Projekt möglichst umfassend beschreiben. Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen und diese Plattform besuchen, um sich selbst ein Bild zu machen. Sollten dennoch Fragen offen bleiben, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen. Wir werden diese Seite stetig weiter mit Informationen füllen. Wiederkommen lohnt sich also … 

Ihre Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur

Blankomodell Verbandsgemeindehaus

Die Ausstellung

Im Rahmen des Architektenwettbewerbs hatten 15 Architekturbüros ihre Entwürfe für das neue Verbandsgemeindehaus eingereicht. Sämtliche Entwürfe wurden in einer Ausstellung in der Bürgerhalle im historischen Rathaus gezeigt. Wichtiges Element der Ausstellung war ein städtebauliches Modell, in das wiederum maßstabsgetreu die Modelle der 15 Entwürfe eingesetzt werden konnte. So wurde ihre Wirkung im Stadtbild optisch dargestellt.

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Bild Ausstellung

Bei der Eröffnung der Ausstellung in der Bürgerhalle:  (v.l.n.r.) Canan Acar (Büro Bauwert), Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland, Thomas Kühr (Büro Bauwert), Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich, Ole Flemming (BOF Architekten) Stefan Baumgarten (VG-Verwaltung), Sebastian Zell und Florian Hoch (BOF Architekten) sowie Stefan Strobel, stv. Vorsitzender des Preisgerichts. (Bild: Olaf Nitz)

Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich im Gespräch

Der Architekten-Entwurf für das neue Verbandsgemeindehaus hat gleich nach seiner Veröffentlichung für viel Wirbel in der Bevölkerung gesorgt. Bürgermeister Richter-Hopprich stellte sich den Fragen der Bürger und bot während der Ausstellung öffentliche Gesprächstermine in der Bürgerhalle an. Das Angebot kam gut an, denn viele Bürger nutzten die Gelegenheit, mit dem Bürgermeister ins Gespräch zu kommen und ihre Fragen an das Bauprojekt zu stellen.

Wie geht es weiter?

Der Gewinner des Wettbewerbs hat noch nicht automatisch den Auftrag zur Realisierung des Projekts Verbandsgemeindehaus in der Tasche – aber sehr gute Chancen, ihn zu bekommen. Die Bewertung des Entwurfs geht mit 60% in die Gesamtbeurteilung des Bewerbers ein. In den kommenden Wochen führt die Verwaltung noch so genannte Bietergespräche mit den bestplatzierten Büros des Wettbewerbs. Dabei stellen sie ihre Firma im Allgemeinen und anhand von realisierten Projekten vor. Wichtige Kriterien sind die Qualifikation und Verfügbarkeit des Personals und deren Präsenz vor Ort sowie - in Bezug auf die bereits realisierten Projekte - die Qualität der Planungen und Belege für die Zeit- und Kostenkontrolle. Die letzte Entscheidung über die Auftragsvergabe wird nach derzeitiger Planung der Verbandsgemeinderat in seiner Sitzung Ende Juni treffen. Danach wird das beauftragte Büro gemeinsam mit der Verwaltung und den politischen Gremien den Entwurf im Detail ausarbeiten und in eine konkrete Bauplanung überführen. Für diese Phase sind 1,5 bis 2 Jahre vorgesehen; der Baubeginn könnte also Anfang 2020 erfolgen. Die Baukosten werden noch vor der Auftragsvergabe durch ein unabhängiges Ingenieurbüro ermittelt. Der Entwurf von BOF Architekten überzeugte das Preisgericht unter anderem, weil es aufgrund seiner kompakten Form besonders wirtschaftlich ist, sowohl beim Bau als auch im späteren Gebäudeunterhalt.

Was wäre wenn …?

Das Wettbewerbsergebnis könnte noch gekippt werden, in dem z.B. der Verbandsgemeinderat den Siegerentwurf ablehnt und keinen Auftrag an BOF Architekten vergibt. Auch der Stadtrat kann noch Einfluss nehmen, denn er muss Baurecht schaffen – also einen entsprechenden Bebauungsplan erstellen, ohne den eine Realisierung des Bauprojektes praktisch nicht möglich ist.

Eine Ablehnung des Siegerentwurfs würde eine ganze Reihe Konsequenzen haben, unter anderem würden Zusatzkosten entstehen: Sollte der Verbandsgemeinderat keinen Auftrag an BOF Architekten vergeben, sind die bisherigen Planungskosten vergeblich gewesen. Außerdem können sich aus dem Leistungsversprechen, das mit dem Wettbewerb eingegangen wurde, Forderungen des Architekturbüros ergeben. Entscheidend aber ist, dass der Verbandsgemeinderat die Antwort auf die Frage, wo die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde in Zukunft ihren Arbeitsplatz haben sollen, nicht schuldig bleiben darf.

Haustechnik und Statik

Die Gewerke Haustechnik (technische Gebäudeausstattung) und Statik (Tragwerksplanung) gehören zu den zentralen Aufgaben bei der Planung und Durchführung eines großen Bauvorhabens und müssen von Anfang an mit eingebunden sein. Die Verbandsgemeinde hat deshalb - zeitlich abgestimmt auf den Architektenwettbewerb - diese beiden Ingenieurleistungen öffentlich ausgeschrieben und dafür ein ähnliches zweistufiges Auswahlverfahren gestartet. Das Vergabeverfahren läuft derzeit und soll im Juli mit der Beauftragung der ausgewählten Fachbüros abgeschlossen werden.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in der Pressemitteilung der Verbandsgemeinde