Vorplanung abgeschlossen, Entwürfe beschlossen

Das Verbandsgemeindehaus in Montabaur wird gebaut wie geplant. Das hat der Verbandsgemeinderat einstimmig beschlossen. Damit sind die Vorentwurfsplanungen in den drei Hauptgewerken Architektur, Statik und Haustechnik sowie in weiteren Disziplinen abgeschlossen und die Phase der konkreten Entwurfsplanung hat begonnen. Es steht nun fest, wie das Haus gebaut wird. Ab jetzt werden der Bauantrag und die konkrete Bauausführung vorbereitet. Im April 2018 hatten die Hamburger BOF Architekten den ersten Vorentwurf vorgelegt und damit den Architektenwettbewerb gewonnen. In einem Jahr intensiver Arbeit zwischen Verwaltung, Fachplanern und politischen Gremien entwickelte sich aus dieser Idee ein durchdachter Plan, der nach der Entscheidung des Rates nun realisiert wird. Baubeginn soll im Frühjahr 2020 sein.

Bild: So soll das neue Verbandsgemeindehaus in Montabaur aussehen. Der Entwurf stammt von den Hamburger BOF Architekten (Bild: BOF)

Perspektive neues VG-Haus Montabaur

Der Entwurf

„Wie man sieht, hat sich auf den ersten Blick nicht viel verändert am Entwurf für das neue Verbandsgemeindehaus. Das zeugt von der hohen Qualität der Arbeit, die die BOF Architekten vorgelegt haben“, führte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich ins Thema ein. Tatsächlich hat sich der optische Eindruck von einem langstreckten geraden Gebäude mit spitzem Giebeldach, vielen Glaselementen im Erdgeschoss  und einer roten Klinker-Fassade seit dem Architektenwettbewerb kaum verändert. Viele Veränderungen gab es hingegen in der inneren Struktur des Gebäudes. Im Erdgeschoss werden die Einheiten der Verwaltung untergebracht, die die Bürger am häufigsten aufsuchen: Neben einem großen Foyer mit Empfang werden dort das Bürgerbüro, Serviceautomaten, Standesamt und Trauzimmer, Poststelle sowie weitere Einheiten untergebracht. Auf der Gebäudeseite Richtung Wilhelm-Mangels-Straße werden drei begrünte Lichthöfe angelegt. Es gibt zwei Treppenhäuser und zwei Aufzüge. In den oberen Stockwerken befinden sich die Büros für die Mitarbeiter der einzelnen Fachbereiche. Die Büros folgen einem festen Raster, sind alle gleich groß, haben zwei Fenster und sind standardmäßig mit zwei Arbeitsplätzen eingerichtet. Eine Glaswand trennt sie zum Flur hin ab. Der mittlere Bereich der Flure erhält vielfältige Funktionen: Es gibt Besprechungstische, Telefonzellen, einzelne Schreibtische, Kopierer, Drucker, Materiallager, Aktenschränke, Teeküchen an den Stirnseiten – alles wird von allen Mitarbeitern gemeinsam genutzt. So sind die Büros für Einzelarbeit und die Flure für Zusammenarbeit gedacht. Außerdem gibt es auf jeder Etage mehrere Besprechungsräume, wo Mitarbeiter ungestört Gespräche mit Besuchern führen können. Im dritten und vierten Obergeschoss vor der hohen Giebelwand wird der Ratssaal eingebaut und mit einem separaten Zugang nach draußen versehen. „Viele funktionale Details, die wir in intensiven Befragungen der Mitarbeiter und dann gemeinsam mit den Architekten und Projektsteuerern herausgearbeitet haben“, so Richter-Hopprich.

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Der Entwurf

Bei einer Ausstellung in der Bürgerhalle konnten sich Bürger über den aktuellen Stand des Bauprojektes Verbandsgemeindehaus informieren. Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich führte durch die Ausstellung. (Bild: Olaf Nitz)
 

Ansichten und Grundrisse

So wird das Verbandsgemeindehaus gebaut: ​
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Grundrisse und Ansichten

Vorentwurfsbericht

Flächenberechnung

Auf das Innenleben kommt es an

Neben der Architektur, der Haustechnik und modernen Materialien bekommt das neue Verwaltungsgebäude ein besonderes Innenleben: „Es geht darum, wie wir Verwaltung innen leben, also wie wir die Arbeit zum Wohle der Bürger und der Mitarbeiter organisieren. Bürgerservice und Hintergrunddienste werden künftig stärker getrennt. So werden Bürger effektiver bedient und Mitarbeiter können effektiver arbeiten“, erläuterte Richter-Hopprich den Grundgedanken, auf dem die innere Struktur des Gebäudes basiert. So soll der neue Bürgerservice aussehen: Wer mit einem Anliegen zur Verwaltung kommt, wird am Empfang persönlich begrüßt. Es wird derjenige Mitarbeiter kontaktiert, der für dieses Anliegen zuständig ist. Der Mitarbeiter kommt dann zum Empfang oder er trifft den Besucher in einem der Sprechzimmer, die auf allen Etagen neben den Treppen zu finden sind. Der Vorteil für Besucher besteht darin, dass sie nicht lange suchen müssen, wer ihr Anliegen bearbeitet und wo diese Person zu finden ist. Sollten mehrere Mitarbeiter mit dem Anliegen befasst sein, werden die Besucher im Haus weitergeleitet. Für die Mitarbeiter bedeutet die neue Organisationsform, dass die Bürger nicht mehr in die Büros kommen, so dass dort ohne störende Nebengespräche gearbeitet werden kann. Die Flurbereiche bei den Büros sind den Mitarbeitern vorbehalten für interne Besprechungen oder ungestörte Telefonate. Freiräume für konzentrierte Sacharbeit oder kreative Gruppenarbeit entstehen.

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Anhand zweier Brettspiele erklärte Bürgermeister Richter-Hopprich den Unterschied in der Funktionsweise und in der Arbeitsorganisation im jetzigen Rathaus und im künftigen Verbandsgemeindehaus. Auf das Innenleben kommt es an. (Bild: Olaf Nitz)

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