Architektenwettbewerb

Der Architektenwettbewerb

Zur Vorgeschichte: Im Sommer 2016 hat die Verbandsgemeinde Montabaur ein Baugrundstück für den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes erworben. Nach dem Kauf des Grundstücks haben die Verwaltung und die politischen Gremien die Grundsatzfragen rund um den Neubau des Verbandsgemeindehauses geklärt und somit die Voraussetzungen für den Architektenwettbewerb geschaffen: Es wurde ein umfangreicher Raum- und Funktionsplan  erstellt, es wurde entschieden, dass eine Tiefgarage gebaut wird und wie diese ins Verkehrsnetz integriert werden soll, Fragen der Finanzierung wurden geklärt und schließlich hat die neue Erschließungsstraße schon einen Namen: Gerberhof. Den Beschluss, einen Architektenwettbewerb in der vorliegenden Form durchzuführen, fällte der Verbandsgemeinderat im Sommer 2017 in öffentlicher Sitzung und mit großer Mehrheit.

Ziel des Architektenwettbewerbs ist es, in einem fairen und in allen Stufen transparenten Verfahren den besten Entwurf für das Bauvorhaben zu ermitteln, d.h. der Entwurf steht im Mittelpunkt - nicht das Architekturbüro, das den Entwurf eingereicht hat. Der Wettbewerb wurde nach einem standardisierten Verfahren durchgeführt: der „Richtlinie für Planungswettbewerbe“ (RPW). Dieses Verfahren hat das Bundesbauministerium 2013 herausgegeben; es ist bindend für derlei Wettbewerbe bei öffentlichen Bauvorhaben. Auch die Zusammensetzung des Preisgerichts ist dort geregelt. Den Architektenwettbewerb „Verbandsgemeindehaus Montabaur“ hat die Architektenkammer Rheinland-Pfalz registriert und damit bestätigt, dass die Anforderungen der RPW eingehalten werden.

Der Wettbewerb für das neue Verbandsgemeindehaus im Oktober 2017 öffentlich ausgeschrieben und verlief in zwei Stufen: In der ersten Phase bis zum 1. Dezember 2017 konnten sich Architekturbüros zur Teilnahme am Wettbewerb bewerben. Dabei mussten sie nachweisen, dass sie qualifiziert und in der Lage sind, ein solches Projekt zu realisieren. Mehr als 50 Büros aus dem ganzen Bundesgebiet sowie aus Österreich und Luxemburg haben ihre Unterlagen eingereicht. Aus allen Bewerbern wurden die 20 besten Büros anhand einer hierfür entwickelten Bewertungsmatrix ausgewählt. Diese hatten dann in der zweiten Phase bis Ende März 2018 den Auftrag, Entwürfe und Konzepte für das neue Verbandsgemeindehaus vorzulegen. Der Entwurf der BOF Architekten aus Hamburg ging eindeutig als Gewinner aus dem Wettbewerb hervor. Die Plätze 2 und 3 gingen an das Büro Harter + Kanzler Architekten BDA aus Freiburg sowie an Bär Stadelmann Stöcker Architekten BDA aus Nürnberg. Weitere Anerkennungen gab es für die Arbeiten von Architecture + Aménagement aus Luxemburg und Element A Architekten aus Heidelberg. Für den Gewinner erhält ein Preisgeld von 35.700 Euro ausgelobt; insgesamt standen Preisgelder in Höhe von 90.000 Euro bereit. Die Kosten für den Architektenwettbewerb belaufen sich auf rund 150.000 Euro einschließlich der Preisgelder.